WHEELER, ANNA

irische, feministisch-politische Philosophin,
*1785 in Clonbeg, Co. Tipperary, 1848
W. wurde vor allem durch ein, gemeinsam mit William Thompson (irischer Grundbesitzer, studierter Ökonom und Sozialreformer) publiziertes Werk bekannt. Mit dem rechtsphilosophisch und radikal-feministischen Appeal of one Half the Human Race, Women, Against the Pretensions of the Other Half, Men, to Retain Them in Political, and Thence in Civil and Domestic Slavery, knüpfen beide bewußt an Mary Wollstonecraft. Anlaß dieser Auseinandersetzung war James Mills Artikel On Government in der Encyclopedia Britannica. Darin plädiert der Vater von John Stuart Mill für politische Rechte aller Männer unter dem gleichzeitigen Ausschluß der Frauen. Im Gegenzug analysieren Thompson/Wheeler die Mißstände des englischen Regierungssystems von der Basis (Ehe) bis zum Gesetzgebungsmonopol. Im historischen Kontext ist ihre Analyse eine Kritik an den patriarchalen Rechtsstaatstheorien.

Werk: W. Thompson/A. Wheeler: Appeal of one Half the Human Race, Women, Against the Pretensions of the Other Half, Men, to Retrain Them in Political and Thence in Civil and Domestic, Slavery, 1825/1983, (eingel.v. R. Pankhurst); Rights of Women, in: The British Cooperator 1, 1830, S. 1,2, 12-15, 33-36.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon

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