TIELSCH, ELFRIEDE WALESCA

deutsche Philosophin und Juristin, *1910, †1993
T. war sowohl  Universitätsprofessorin als auch politisch und feministisch aktiv.
Als Philosophin und Juristin machte sich T. zur Anwältin für die Rehabilitierung einer unterdrückten abendländischen Philosophietradition. 1974 gründete sie die Assoziation von Philosophinnen in Deutschland und war ihre langjährige erste Vorsitzende. Von 1989–1993 war sie Ehrenpräsidentin dieser 1980 zur Internationalen Assoziation von Philosophinnen (IAPh) umbenannten Vereinigung.
Ihr philosophisches Interesse galt der Antike und hier vor allem Platon. Das zeigt sich in ihren Publikationen zu dessen Doxalehre und zum kritischen Empirismus der Antike. Letzterer gilt ihr als Quelle des Liberalismus. Der Empirismus und seine Rolle in Naturwissenschaft, Demokratisierung und Menschenrechten dürfe nicht ignoriert werden.

Werk: Versuch über den Satz, 1955; Kierkegaard und die Phänomenologie der Ehe, 1957; Kierkegaards Ethik im Verhältnis zur ‘klassischen’ Ethik insbesondere der Kants, 1960; The Genuine Aristotelian Syllogism von Lukasiewicz, 1964; Materialismus Epikurs, Versuch einer Korrektur, 1971; Old and new Types of Futurology and their Influence on Ethics, 1972; Kritik der Philosophiegeschichtsschreibungen, 1974; Wende vom Antiken zum christlichen Glaubensbegriff, 1974; Epikurs Theorie vom privaten und sozialen Glück des Menschen, 1978; Was ist und was heißt Autorität? 1980;

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon

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