SUSMAN, MARGARETE

deutsche Philosophin, Essayistin und Lyrikerin, *1872, 1966
S. studierte bei Georg Simmel, der sie in ihrem Arbeiten beeinflußte. Sie arbeitete bei der Frankfurter Zeitung, schrieb zahlreiche Rezensionen und Essays u.a. zu Lukacs, Bloch und Buber, zu Fragen der Ästhetik, zu Schopenhauer und Spinoza. Sie unterstützte die Politik des für Gewaltfreiheit plädierenden Gustav Landauer.
1959 wurde S., siebenundsiebzigjährig, vom Philosophischen Fachbereich der Freien Universität Berlin die Ehrendoktorwürde verliehen.
S. ist keinem spezifischen philosophischen Lehrgebäude verpflichtet. Ihr Denken bewegt sich zwischen deutschem Idealismus, Lebensphilosophie, Existentialismus und jüdischer Religion und Mystik.

Werk: Mein Land, 1902; Das Wesen der modernen Lyrik, 1910; Vom Sinn der Liebe, 1912; Die Liebenden, 1917; Die Revolution und die Frau, 1918; Frauen der Romantik, 1929/1960; Das Buch Hiob und das Schicksal des jüdischen Volkes, 1946; Deutung einer großen Liebe, 1951; Aus sich wandelnder Zeit, 1953; Gestalten und Kreise, 1954; Die geistige Gestalt Georg Simmels, 1959; Ich habe viele Leben gelebt. Erinnerungen, 1964; Vom Geheimnis der Freiheit. Aufsätze, 19141964, hg.v. M. Schlösser, 1965; Das Nah- und Fernsein des Fremden. Essays und Briefe, hg. v. I. Nordmann, 1992.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon

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