STAËL, ANNE LOUISE GERMAINE DE

französische Philosophin und Schriftstellerin, *April 1766 in Paris, †1817
S. war eine politisch aktive Philosophin und Schriftstellerin. Sie nahm an der französischen Revolution teil. Außerdem gründete und leitete sie die Partei der Konstitutionellen und verhalf Narbonne an die Regierung. Nach deren Sturz ging sie ins Exil.
S. war politische Essayistin, Journalistin, Dramatikerin, Romanschriftstellerin und Philosophin. Sie nutzte ihre verschiedenen Verbannungen, um die aufklärerische Idee einer ‘Republik der Wissenschaften’ lebendig zu erhalten. Dabei wirkte sie als Verbindung zwischen den verschiedenen europäischen Kulturen, die gerade begannen, sich als Staaten zu verstehen. Und sie förderte die Ausbreitung der deutschen Kultur in Europa; speziell die Philosophie von Kant und Fichte und die Werke von Goethe und Schiller.

Werk: Über den Einfluß der Leidenschaften auf das Glück ganzer Nationen und einzelner Menschen, 1791; Merkwürdigkeiten der Frau von Staël, von ihr selbst beschrieben, 1782; Betrachtungen über den Frieden, 1795; Recueil de morceaux détachés, 1796; Der Frau von Staël Verbannung aus Frankreich, 1813; Considerations sur les Principaux Evenemens de la revolution Française, 1818; Oeuvres Posthumes, 1861; Deutschland und Frankreich, 1947; Correspondance générale, 1962; Oeuvres Completes, 1967; De Staël – du Pont lettres, 1968; Memoires de Madame de Staël-Delauney, 1970; Des circonstances actuelles qui penvent terminer la révolution, 1979; Lettres sur les ouvrages et le caractère de J.J. Rousseau, 1979; Le plus beau de toutes des fetes, 1980; Über Deutschland, 1985.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon

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