SCHRÖDER, HANNELORE

deutsche feministische Philosophin, *14. Oktober 1935 in Halle/Saale
Sch. gehört zu den engagiertesten Kämpferinnen für die rechtliche Gleichstellug der Frau. Dieser Kampf durchzieht ihre gesamte Lebensgeschichte und ihr philosophisces Werk.
Grundlage ihrer Arbeiten ist die Rekonstruktion, Interpretation und Verbreitung antipatriarchaler Theorien vom 18. Jahrhundert bis heute. Dazu gehört auch die Wiederentdeckung und Veröffentlichung der Deklaration der Rechte der Frau und Bürgerin (1791) von Olympe de Gouges, die sie zur Grundlage ihrer Kritik des patriarchalen ‘Rechtsstaates’ macht.

Werk: Die Rechtlosigkeit der Frau im Rechtsstaat, 1979; (Hg.in) John S. Mill, Harriet Taylor Mill, Helen Taylor: Die Hörigkeit der Frau und andere Schriften zur Frauenemanzipation, 1976/1991; (Hg.in) Die Frau ist frei geboren, 2 Bände, 1979/1981; Feministische Gesellschaftstheorie, in: Feminismus, hg.v. L.F. Pusch, 1983; Einige Probleme und Ziele einer feministischen Sozialphilosophie, in: Was Philosophinnen denken, hg.v. H. Bendkowski/B. Weisshaupt, 1983; Zur Neuauflage von faschistischem Antifeminismus und Antisemitismus, in: Was Philosophinnen denken, Bd. II, hg.v. M. Andreas-Grisebach/B. Weisshaupt, 1987; 1791/1991. Zweihundert Jahre Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin versus 1789 …Schändungen von Menschenrechten der weiblichen Menschheit und Der Mensch fängt erst mit dem Manne an und mit der Frau hört er auf, in: Ethik und Sozialwissenschaften, II/1992; (Hg.in): Olympe de Gouges. Mensch und Bürgerin, 1995; Menschenrechte für weibliche Menschen, 2000.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon

Zurück zu S                                                                                Weiter