PIZAN, CHRISTINE DE

italienisch/französische Schriftstellerin, *1365 in Venedig, †1430 bei Paris
P. gehört zu den wenigen bekannten weltlichen Schriftstellerinnen ihrer Zeit. Da sie bereits in jungen Jahren verwitwete, mußte sie mit Schreiben sich und ihre Familie ernähren.
P.s Gesamtwerk ist sehr umfangreich. Ihre produktivste Schaffenszeit liegt in den Jahren 1399–1405. 1399 entstand Epistre au Dieu d’Amours (Sendbrief an den Gott Amor), in dem sie sich zum erstenmal mit dem Thema Frauenemanzipation befaßte; er gilt als Vorstufe zu ihrem Haupttext La Livre de la Cité des Dames (Das Buch von der Stadt der Frauen). Er entstand in den Jahren 1404 und 1405  und gilt als spätmittelalterliches Lesebuch für Frauen. Die Stadt der Frauen verbindet Lyrik, Geschichtsschreibung, Lehrdichtung und den Kampf für die Rechte der Frauen zu einer literarischen Einheit.

Werk: Oeuvres poétiques, 3 Bde., 1886-1896; Lamentacion, 1412/13; Livre de paix, 1406/07; Livre du corps de policie, 1409/10, Sept psaumes allégorisé; Le Livre du chemin de long estude, 1887; L’Avision Christine, 1932/1969; Le Livre de fais et bonnes meurs du sage Roi Charles V, 2 Bde., 1936-41; Le Livre de la Mutacion de Fortune, 4 Bde. 1966; Le Livre de la Cité des Dames, 2 Bde. 1975 (dt: Das Buch von der Stadt der Frauen, 1986); Cent Ballades d’amant et de dame, 1982.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon Die Welt der Philosophin I

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