MILLETT, KATE

amerikanische Feministin und Philosophin, *1934 in Minnesota
M. ist eine der Schlüsselfiguren des neuen amerikanischen Feminismus der siebziger Jahre. Sie ist Professorin für Englische Literatur am Barnard College der Universität Columbia. Außerdem arbeitete sie als Bildhauerin und Filmregisseurin.
M. gründete zusammen mit Gloria Steinem, Robin Morgan, Sulamith Firestone und Susan Brownmiller an der Universität Columbia die Women Liberation Group. Sie war sehr engagiert in allen linken Initiativen. Außerdem kämpfte M. aktiv gegen den Vietnamkrieg, die Apartheid, die Konflikte in Angola und Rhodesien und gegen die Diskriminierung von Minderheiten, wie Homosexuelle und Prostituierte.
Ausgehend vom Geist der Studentenbewegung von 1968 definiert sie das Thema der ‘sexuellen Revolution’ neu; Es ist nun die Abschaffung der sexuellen Rollen und der sexuellen Ideologien. Aus dem radikalen Motto ‘das Persönliche ist politisch’ analysiert sie die Machtverhältnisse, innerhalb der Geschlechterbeziehungen. Auch sie müsen dem Begriff ‘Politik’ zugeordnet werden.

Werk: Sexual Politics: A Manifest for Revolution, in: Radical Feminism, hg.v. A. Koedt/E. Levine/A. Rapone, 1973; Sexus und Herrschaft, 1974; Prostitution Papers, 1976; Das verkaufte Geschlecht, 1981; Im Iran, 1982; Fliegen, 1983; Sita, 1990; The Loony Bing Trip, 1990.

Weiterführende Literatur Philosophinnen-Lexikon
 

Zurück zu M                                                                                 Weiter