MECHTHILD VON MAGDEBURG

mittelalterliche Mystikerin, *ca. 1210 bei Magdeburg, 1282 in Helfta
M. war eigentlich Begine, lebte aber  im Kloster Helfta. Erhalten ist ihre Schrift Das fließende Licht der Gottheit. Sie ist der erste mystische Text in deutscher Sprache.
In M.s Mystik spielt die Erwählung eine wichtige Rolle. Wenn Gott die Seele erwählt habe, schenkt er ihr seine Gegenwart. Infolgedessen wache die Seele auf, sie spüre die Gegenwart Gottes und wolle aus freiem Willen Gott lieben und erkennen. Die Seele werde so von Gott ausgerüstet, den Weg zur Vereinigung mit ihm zu gehen.

Werk: Das fließende Licht der Gottheit, 1955 (neudt. Übers.); Offenbarungen der Schwester Mechthild von Magdeburg, 1963 (mittelhochdt. Text); Das fließende Licht der Gottheit, hg.v. H. Neumann, 1990.

Weiterführende Literatur Philosophinnen-Lexikon, Die Welt der Philosophin I
 

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