MALATESTA DA MONTEFELTRO, BATTISTA

italienische Gelehrte, *1383 in Urbino, 3. Juli 1448 bei Foligno
In ihrem literarisch interessierten Elternhaus wurde M. zusammen mit ihrem Bruder Guidantonio unterrichtet. Daher verfügte sie über eine umfangreiche Bildung, die sie auch in Reden und Briefen unter Beweis stellte. Vor Kaiser Sigismund hielt sie eine lateinische Rede, in der sie um Hilfe für ihren Schwiegersohn bat. Davon erhoffte sie sich die Wiederherstellung der Macht ihrer Familie in Pesaro.
M.s Briefe sind zwar von wenig politischem und literarischem Interesse, spiegeln aber die Lebensbedingungen ihrer Klasse wider und sind als Zeitdokument interessant.
Ihr Schwiegervater unterstützte ihre literarische Begabung. Beide tauschten Sonette und Briefe, im klassischen Latein verfaßt, aus. So entstanden die Il Malatesta degli Sonetti, die M. am Hofe von Urbino vortrug. Ihr Gedichte sind religiös orientiert und imitieren den Stil Petrarcas. Andere Humanisten wie Guiniforte Barzizza und Leonardo Bruni loben ihre Gelehrsamkeit und Kenntnisse antiker klassischer Lateintexte.

Weiterführende Literatur Philosophinnen-Lexikon
 

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