JUANA INÉS DE LA CRUZ

spanisch-mexikanische Philosophin, *1651 in San Miguel de Nepantla (Mexiko), †17. April 1695; geb. Juana Ramírez de Asbaje
J. war Hofdame der mexikanischen Vizekönigin. Am Hof mußte sie sich einer Prüfung vor vierzig Gelehrten stellen und deren Fragen zu verschiedenen Themenbereichen beantworten.
J. vertritt voraufklärerische Ideen im Stil des Barock, durchsetzt mit Elementen der Renaissance. Ihr dichterisches Werk umfaßt Sonette, ‘Redondillas’, Dezime, Romanzen, Glossen, Lobgedichte, theatralische Werke in Versform und Prosaschriften. Man rechnet ihr Werk aufgrund seiner Thematik (die Verteidigung der Vernunft) der Philosophie zu. Weiterhin verbindet man sie mit dem Feminismus, da sie auch für die Befreiung und Erziehung des weiblichen Geschlechts eintrat.
Auch nachdem sich J. dem Klosterleben zugewandt hatte, verteidigte sie die weltlichen Wissenschaften. Denn das ständige Streben nach Weisheit (als unentbehrliches Ziel der Vernunft) bewirkt die Vervollkommnung des Menschen.

Werk: Fama, y obras postumos, 1700; Die Welt im Traum, 1946; Antología, 1965; Obras Escogidas, 1976; Obras completas de Sor Juana de la Cruz, 1976; Die Antwort an Schwester Philothea, 1991; Inundacíon castátida, 1983; Poesía, teatro y prosa, 1988; Erster Traum, 1993.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon, Die Welt der Philosophin II

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