JAUCH, URSULA PIA

schweizerische, feministische Philosophin, *1959 in Zürich
J. forscht und arbeitet seit Jahren an der Universität Zürich zum Thema feministische Philosophie und Geschlechterdifferenz. Ihr Schwerpunkt ist das 17. und 18. Jahrhundert. Insbesondere befaßt sie sich mit einer feministischen Auslegung der Aufklärung und ihren Folgen.
Bespielhaft für ihr Denken ist ihre erste Publikation über Kant und die Geschlechterdifferenz. J. vertritt darin die These, daß Kant nicht nur als ‘galanter Magister’ oder als ‘Weiberfeind’ zu verstehen ist, sondern sie versucht ihn in einem neuen feministischen Licht zu präsentieren.

Werk: Immanuel Kant zur Geschlechterdifferenz, 1988; Sittlichkeit zwischen Vernunft und Gefühl, in: Hegel-Jahrbuch, hg.v. H.Kimmerle, 1988, S. 368-374; Leibniz und die Damenphilosophie, in: Leibniz. Tradition und Aktualität, 1988, S. 385-392; Männliches Sittengesetz – weibliche Sitz-samkeit, in: 1789/1989. Die Revolution hat nicht stattgefunden, hg.v. A. Deuber-Mankowsky et al, 1989, S. 38-50; Metaphysik häppchenweise – zur Damenphilosophie im 18. Jahrhundert, in: Studia Philosophica 48, 1989, S. 77-95; Philosophie: Orientierungshilfe des Denkens, in: Perspektiven 4, S. 14-16; Damenphilosophie und Männermoral, 1990; Nichts vom Sollen, nichts von Müssen, nichts von Schuldigkeit…weibliche Renitenz und feministische Kritik, in: Das Denken der Geschlechterdifferenz, hg.v. H. Nagl-Docekal, 1990.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon

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