HIPPARCHIA VON MARONEIA

griechische Philosophin der kynischen Schule, um 300 v.u.Z.
H. lebte zur Zeit der 111. Olympiade; sie war die Schwester des Metrokles und Frau des Kynikers Krates. Sie zog es vor, gemeinsam mit ihm ein bescheidenes Leben zu führen.
Die kynische Philosophie zeichnet sich durch Hinwendung zum Individuum und eine bestimmte praktische Lebensweise aus. Der Verzicht auf materielle Güter und die öffentlich gelebte Tugend sollen zum Glück des Menschen führen.
Als einziger Philosophin hat Diogenes Laertius H. in seinem biographischen Werk des  über Leben und Meinungen berühmter Philosophen ein Kapitel gewidmet. H. betonte, daß sie durch ihre Wahl, nicht am Webstuhl zu sitzen, sondern sich der Bildung und Weisheit zuzuwenden, die beste Entscheidung für sich getroffen habe.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon 

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