HERSCH,
JEANNE
schweizerische
Philosophin, *13. Juli 1910 in Genf , †
5. Juni 2000 in Genf
H. gehört zu den bekanntesten
Philosophinnen der Schweiz. Ihr Denken ist geprägt von den
philosophischen Themen ihres Lehrers Karl Jaspers. 1956 erhielt sie
die Professur für systematische Philosophie an der Universität
Genf. Sie hat Gastvorlesungen in den USA gehalten, war von 1966–68
Direktorin der Abteilung für Philosophie der UNESCO in Paris,
deren Exekutivrat sie von 1970–72 in leitender Funktion
angehörte.
Ihr Anliegen ist es, den von der zeitgenössischen
Philosophie vergessenen Fragen der ‘philosophia perennis’
wieder zu ihrem Recht zu verhelfen: Konkret wird dieses Projekt in
ihrem Buch Das philosophische Staunen.
H. ist
Ehrendirektorin der theologischen Fakultät der Universität
Basel und erhielt neben anderen Auszeichnungen 1973 den Preis der
‘Fondation pour les droits de l’homme’, 1979 den
Montaigne-Preis und 1980 den Max-Schmidheiny-Freiheitspreis.
Werk:
L’etre et la form, 1946; Die Illusion. Der Weg der Philosophie,
1956; Die Ideologien und die Wirklichkeit. Versuch einer politischen
Ordnung, 1957; Aktuelle Probleme der Freiheit, 1973; Begegnung, 1975;
Von der Einheit des Menschen, 1978; Voraussetzungen der Freiheit in
den Medien, 1982; Die Unfähigkeit, Freiheit zu ertragen, 1987;
Schwierige Freiheit. Gespräche mit Jeanne Hersch, hg.v. G. und
A. Dufour-Kowalska, 1987; Quer zur Zeit, 1989; Karl Jaspers, 1990;
Das Recht, ein Mensch zu sein , 1990; Die Hoffnung, Mensch zu sein,
1990; Das philosophische Staunen. Einblicke in die Geschichte des
Denkens, 1992.
Weiterführende
Literatur:
Philosophinnen-Lexikon
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