HELOÏSE

französische Gelehrte, *1100/01, 1164
Bekannt wurde H. weniger durch ihre umfangreiche Bildung, sondern durch ihr Liebesverhältnis zu Pierre Abelard, ihrem Privatlehrer und bekannten Philosophen. Die Familie zwang sie nach Öffentlichwerden der Affaire ins Kloster zu gehen, wo sie über 30 Jahre lebte und Äbtissin wurde. Die Beziehung zwischen H. und Abelard beschränkte sich von nun an auf einen regen Briefwechsel, Umstände, die H. und Abelard zu einem der großen tragischen Liebespaare des Mittelalters machten.
Die philosophischen Inhalte H.s sind vor allem in ihren Briefen erhalten. Sie behandeln die Themen Liebe, moralische Handlungstheorie und die Ehe.

Werk: Epistolae Heloisae, in: Migne: Patrologia Latina, 176; Problemata Heloissa, in: Migna: Patrologia Latina, 178, S. 677-730; The Letters of Abelard and Heloise, 1942/1974; P. Abaelard: Der Briefwechsel mit Heloisa, 1989.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon, Die Welt der Philosophin I

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