GILBERT, KATHERINE
amerikanische Philosophin, *29. Juli 1886, †28. April 1952 in Durham, North Carolina
G. lehrte als Philosophieprofessorin an der Duke Universität und leitete das Department für Ästhetik, Kunst und Musik bis zu ihrer Emeritierung 1951. Sie war die erste ordentliche Professorin an der Duke Universität.
In G.s Arbeiten geht es um die Erkenntnis des Ästhetischen und des eigentlich Künstlerischen. Doch wird bei G. diese Grunderkenntnis in ein Gedankensystem integriert, das auch andere Bereiche der Philosophie umfaßt. Der Kunst wird darin ein bestimmter Platz zugewiesen.
In allen Schriften G.s werden Argumente für die These vorgelegt, daß das künstlerische Tun einem Erkenntnisproblem gleichgesetzt werden kann. Parallel zu dem Erkenntnisprozeß der Wissenschaft, die auf rational-diskursiven Weg ein Modell der Wirklichkeit  konstruieren will, verläuft die Erkenntnis des Künstlerischen anders. Die Kunst versucht auf dem Weg der sinnlich wahrnehmbaren Produktion eine imaginative Wirklichkeit zu entwerfen.

Werk: Maurice Blondel’s Philosophy of Action, 1924; Studies in Recent Aesthetics, 1927; A History of Esthetics (mit H. Kuhn) 1939; Aesthetic Studies, (ausführliche Bibliographie), 1952; The Mind and its Discipline, in: Philosophical Review 27, 1918, S. 413-427; The Relation between Esthetics and Art Criticism, in: Journal of Philosophy 35, 1938, S. 289-95.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon

Zurück zu G                                                                                 Weiter