GERMAIN, SOPHIE

französische Mathematikerin und Philosophin, *1776 in Paris, 1831
G. war Autodidaktin. Mit 13 Jahren brachte sie sich die Grundkenntnisse der Analysis und Latein selbst bei. Sie studierte die Werke von Newton und Euler. Unter männlichem Pseudonym begann sie einen wissenschaftlichen Briefwechsel mit dem deutschen Mathematiker Gauss.
G. war  von einer tiefen Verwandtschaft der Denkweisen in den Natur- und Geisteswissenschaften überzeugt. Ihrer Ansicht nach liegen allen menschlichen Tätigkeiten bestimmte universale Grundformen des Denkens zugrunde. Und das Ziel dieses Denkens ist immer eine Strukturierung der Erscheinungen.

Werk: Recherches sur la théorie de surfaces élastiques, 1821; Remarques sur la nature, les bornes et létendue de la question des surfaces élastiques, 1826; Examen des principes qui peuvent conduire à la connaissance des lois de léquilibre et du mouvement des solides élastiques, in: Annales de Chimie et de Physique 38, 1828, S. 123-131; Mémoire sur la courbure des surfaces, in: Journal für reine und angewandte Mathematik 7, 1831, S. 1-29; Allgemeine Betrachtungen über den Charakter der Wissenschaften und der National-Literatur in ihren verschiedenen Entwicklungs-Perioden, in: Göring, op. cit., 1889, S. 53-136; Oeuvres philosophiques de Sophie Germain, suivies de pensées et de lettres inédites et précédées dune notice sur sa vie et ses oeuvres, hg.v. H. Stupuy, 1879; Ch. Henry: Les manuscrits de Sophie Germain documents nouveaux, in: Revue philosophiques de la France et de létranger 8, 1879, S. 619-641.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon

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