ELISABETH VON BÖHMEN/VON DER PFALZ

deutsche Gelehrte, *27. November 1618, †1680
E. gehört zu den Verehrerinnen des Philosophen Descartes, den Cartesienne. Unter diesen Frauen nimmt sie allerdings eine Sonderstellung ein. Sie kannte Descartes persönlich. Und durch ihren intensiven Briefwechsel wurde sie seine vertraute Freundin.
E.s akribische Verarbeitung der cartesianischen Philosophie, die Zweifel und die scharfsinnigen Fragen motivierten Descartes. Er fühlte sich durch sie verpflichtet, einen schwachen Punkt in seiner Philosophie, nämlich die Beziehungen zwischen Leib und Seele, gründlicher zu durchdenken und ausführlicher darzulegen. Diese Überlegungen führten ihn dazu, eine Abhandlung über die Leidenschaften der Seele (1649) zu verfassen, in der das Problem der Leib-Seele-Wechselwirkung veranschaulicht wurde.
Descartes’ Anerkennung seiner philosophischen Freundin, zeigte sich bereits 1644 in der an sie gerichteten Widmung seines Werkes Principia Philosophiae. In der Einleitung würdigt er ihre hohen, moralischen Tugenden sowie ihre große Intelligenz.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon

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