DIOTIMA VON MANTINEA

griechische Priesterin und Philosophin, um 400 v.u.Z.
Der erste und einzige Bericht über D. findet sich in Platons Dialog Symposion. Darin erzählt Sokrates, die Priesterin D. sei nach Athen gerufen worden, um durch Opferhandlungen die drohende Pest zu bekämpfen. Es sei ihr auch gelungen, die Seuche 10 Jahre lang zu verhindern, bis zum Beginn des Peloponnesischen Krieges.
Durch historische Quellen ist keine Priesterin D. überliefert und in der Rezeption gibt es grundsätzlich verschiedene Meinungen zu ihrer historischer Existenz. Die traditionelle patriarchale Forschung bezweifelt ihre tatsächliche Existenz. Die feministische Forschung votiert für die historische Person D. Dafür spricht, daß sich D.s Konzept der Liebe grundlegend von dem des Sokrates und Platons unterscheidet. Im Symposion berichtet Sokrates von einem Gespräch mit D., der die Liebe zum Gegenstand hat. Sie definiert Liebe als eine Geburt des Schönen, in geistiger und körperlicher Hinsicht. Das Ziel der Liebe ist die Wiedergeburt der eigenen Seele in dem Anderen durch die Idee des Schönen.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon, Die Welt der Philosophin I

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