CUDWORTH MASHAM, DAMARIS

englische Philosophin, *18. Januar 1659 in Cambridge, 20. April 1708
C. war die Tochter von Ralph Cudworth, einem bekannten Mitglied der Cambridge Platonist School. Sie wurde von ihrem Vater in den klassischen Wissenschaften unterrichtet und konnte früh an philosophischen Diskussionen teilnehmen. 1682 lernte sie den Philosophen John Locke kennen, mit dem sie eine langjährige Freundschaft verband. Er lebte ab 1691 in ihrem Haus in Essex, wo er 1704 starb. Durch den Aufenthalt Lockes machte C. auch die Bekanntschaft mit Newton, van Helmont und Anne Finch Conway.
C.s philosophisches Interesse richtete sich vor allem auf christliche Theologie, Erkenntnistheorie und Moralphilosophie. In Occasional Thoughts stellt C. die Verbindung von Vernunft und Glauben her. Die christlichen Gebote sind für C. moralische Normen, die von der Vernunft bestimmt werden. Sie sollen Menschen helfen, sich nicht von ihren Leidenschaften überwältigen zu lassen. Wahre Tugend ist für C. Handeln unter dem Gesichtspunkt der Vernunft.

Werk: A Discourse Concerning the Love of God, 1696; Occasional Thoughts in Reference to a Virtuous or Christian Life, 1705.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon 

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