CHRISTINA VON SCHWEDEN

schwedische Königin und Gelehrte, *8. Dezember 1626 in Stockholm, 19. April 1689 in Rom.
Ch. war die Tochter von Gustav Adolf II. und Maria Eleonore von Hohenzollern. Wie ein Mann erzogen, verachtete sie das weibliche Geschlecht und wandte sich von den Schwächen der eigenen weiblichen Natur ab. Sie prahlte mit einer ihr angeblich eigenen männlichen Seele.
1644 übernahm sie den schwedischen Königsthron und verwandelte ihr Königreich in eines der angesehensten des europäischen Geisteslebens. Sie lud viele berühmte Persönlichkeiten, darunter auch René Descartes (der sich 1649 in Stockholm niederließ) an ihren Hof ein. Trotzdem Descartes bald darauf starb, setzte sich seine Philosophie auf Kosten der Scholastik in allen kultivierten Kreisen des Landes durch. Nach ihrer Bekehrung zum Katholizismus dankte Ch. im Jahre 1654 ab. Danach gründete sie 1668 die Accademia Clementina, die 1674 zur Königlichen Akademie wurde. Außerdem gründete sie eine Akademie für Physik, Naturgeschichte und Mathematik.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon 

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