ANSCOMBE, GERTRUDE ELIZABETH MARGARET

englische Sprachphilosophin, *1919
A. ist eine der bekanntesten englischen Philosophinnen und gilt als wichtige Vertreterin der modernen Sprachphilosophie. Sie hatte Forschungsaufträge in Oxford und Cambridge; dort machte sie Bekanntschaft mit Ludwig Wittgenstein. 1946-70 war sie Mitglied des Somerville College, Oxford; anschließend wurde sie Professorin für Philosophie in Cambridge.
A.s Werk steht im Kontext der analytischen Philosophie der Alltagssprache und dreht sich um drei Hauptachsen: 1. die Übersetzung und Herausgabe des Werkes von Ludwig Wittgenstein. In ihrer Einführung zu Wittgensteins Tractatus Logico-Philosophicus, An Introduction to Wittgenstein's Traktatus, analysiert A. vor allem den frühen Wittgenstein im Kontext seiner logischen Grundlagen. 2. ihre Studien zur Geschichte der Philosophie, insbesondere in ihrem Text Three Philosophers, der sich mit Aristoteles, Descartes und Hume befaßt; 3. ihre Beiträge zu einer analytischen Philosophie der Handlung und des Verstandes. Wichtig hier vor allem der Text Intention, ein entscheidender Beitrag zu den Problemen der Handlungsphilosophie.

Werk: Symposium. The Principle of Individuation, 1953; Absicht, 1986; An Introduction to Wittgenstein's Traktatus, 1959 (mit P.T. Geach); Three Philosophers, 1961; Practical Reason, 1974; Times, Beginnings and Causes, 1975; Intention and Intentionality, hg.v. C. Diamond, 1979; The Collected Philosophical Papers, 3 Bde., 1981; From Parmenides to Wittgenstein, 1981; Metaphysics and the Philosophy of the Mind, 1981; Ethics, Religion and Politics, 1981; Private Ostentive Definition, 1988.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon 

Zurück zu A                                                                                  Weiter