AMORÓS, CELIA

spanische Philosophin und Feministin, *18.5.1944 in Valencia
A. begann ihre Lehrtätigkeit als Professorin der Philosophie an der Universität Valencia. Später wechselte sie an die UNED (Spanische Fernuniversität) und hat seit 1985 an der Madrider Universidad Complutense einen Lehrstuhl für Philosophiegeschichte inne.
A. ist die erste feministische Philosophin Spaniens. Ihre Beiträge zur Theorie des Feminismus gehen von drei verschiedenen Standpunkten aus, die ihr gesamtes Werk durchziehen: 1. Erkenntnistheorie - die Beziehung zwischen Feminismus, Philosophie und patriarchalem Vernunftprinzip; 2. Ethik und Feminismus; 3. Politik - der Feminismus als soziale Bewegung.
Parallel zu ihren philosophischen Reflexionen hat sie eine Theorie der patriarchalen Macht aufgestellt. Frauen sind von der Machtausübung ausgeschlossen. Bisher werden ausschließlich Männer zu Bürgern erklärt und nur sie erkennen sich untereinander als Gleichgestellte an. Frauen können nur daran teilhaben, wenn sie sich verbünden. Sie müssen ein alternatives Geschlecht konstruieren, so A.s Fazit.

Werk: Hacia una crítica de la razón patriarchal, 1985; Sören Kierkegaard o la subjetividad del caballero, 1987; Mujer. Participación, cultura polític y Estado, 1991; Es nuevo aspecto de la polis, in: La balsa de la Medusa 19-22, 1991, S. 119-135.
 
Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon 

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