AKSELROD, LJUBOV IZAAKOVNA

russische, politische Philosophin, *1868 in Tunimowitze (Brest), 1946
A. war in der kommunistischen Partei sehr aktiv und verfaßte mehrere philosophische Aufsätze. In den Jahren 1917 bis 1920 unterrichtete sie an der Rambowsk Universität; 1920 wurde sie zur Professorin der Staatlichen Moskauer Universität ernannt. Von 1921-1923 leitete sie das Philosophische Seminar im Institut der Roten Professoren. Von 1923 bis in die 40er Jahre war sie am Institut für Wissenschaftliche Philosophie und an der Staatlichen Akademie der Wissenschaften (Soziologische Abteilung) tätig.
In ihrer Philosophie folgt A. den Ansichten von Karl Marx, Friedrich Engels und G. Plekhanov. Sie sah ihre Aufgabe in der Erforschung und Bekanntmachung der Theorie des Marxismus. Die Geschichte der Philosophie betrachtete sie als ein Gebiet des abstrakten menschlichen Gedankens. A. publizierte Aufsätze gegen den philosophischen Realismus, Kants Erkenntnistheorie und den Neukantianismus.

Werk: O Problemakh Idealizma, 1905;  Karl Marks kak Filosof, 1924; Protiv Idealizma, 1924.
 
Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon 

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