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Philosophin des Monats Juli


Lily Braun

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Mit ihrem Hauptwerk Die Frauenfrage hat Lily Braun eine wichtige Grundlage für die erste Frauenbewegung geliefert. Als Frauenrechtlerin, Philosophin und Sozialdemokratin gehörte sie zu den wichtigsten Agitatorinnen der proletarischen Frauenbewegung. Obwohl sie selbst aus dem Bürgertum stammte, beschrieb sie die Situation der Arbeiterinnen mit einer bemerkenswerten Treffsicherheit.

Mit der Erwerbsarbeit als Ziel der bürgerliche Frauenbewegung konnte sich Braun nicht identifizieren. Sie sah diese vor allem als Erniedrigung und Ausbeutung an. Ihr ging es um Freiheit und die Vervollkommnung des Menschen durch eine universelle Glückseligkeit.

Jeder Mensch sollte ein nützliches Glied der Gesellschaft werden, und das indem er einen Beruf ergreift, der der Gesellschaft dient und dem obersten Moralprinzip treu bleibt, seine Pflicht zu tun und gewissenhaft zu handeln. Braun vertrat sie eine Gesinnungs- und Verantwortungsethik, die nach kantischem Vorbild funktionierte. Ziel war eine ethische Vervollkommnung des Menschen zum Wohl des Ganzen.

In der Beschäftigung mit der aufklärerischen Ethik fand Braun auch Zugang zur Frauenfrage. Sie sieht die Frauen auf mehreren Ebenen als Entfremdete. Von der existentiellen Identität ihres Frauseins hat sie das Christentum entfremdet; die Fabrikarbeit und der Überlebenskampf tragen dazu bei, dass sie ihrer Funktion als Mutter nicht gerecht werden kann; an der Gesellschaft kann sie nicht als vollwertiges Mitglied teilhaben, da ihr die Bürgerrechte vorenthalten werden. Um diese Stuation zu verändern, setzte sich Braun auch für Einführung und die Ausdehnung der Arbeiterinnenschutzgesetze ein, macht sich für eine Verbesserung der Lebensbedingungen von Müttern und ihren Kindern ein.













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