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Philosophin des Monats März


Sandra Harding


Die Wissenschaften sind sexistisch. Mit dieser Feststellung traf die ameri­kanische Feministin Sandra Harding ihre Kollegen bis ins Mark. Denn sie hatten sich immer Objektivität auf die Fahnen geschrieben. Die feministische Kritik hat gezeigt, dass es damit nicht weit her ist. Hardings Ansatzpunkt sind ihr Spezialgebiet, die Sozialwis­senschaften. Diesen weist sie nach, Frauen extrem zu benachteiligen. Nicht nur durch den Ausschluss der Frauen aus der Forschung, sondern vor allem durch sexistische Fragestellungen. Männer treffen die Entscheidungen, was erforscht wird und welche Bereiche gefördert werden.


Gibt es eine andere Wissenschaft?

Die feministischen Wissenschaftstheorie will keine Frauen dominierte Wissenschaft dagegen setzen. Sie grenzt die Männer nicht aus, sondern will beiden Geschlechtern gerecht werden. Doch dazu muss die Geschlechtlichkeit thematisiert und darf nicht ignoriert werden.

Hardings besonderes Anliegen, neben dem feministischen ist die Beachtung der nicht-amerikanischen Weltsicht. Afrika und Lateinamerika sind in einer von weißen Männern bestimmten Wissenschaft genauso marginalisiert wie die Frauen.

Sie alle müssen in ein neues Wissenschaftsverständnis einbezogen werden. Erst wenn männliche und weibliche, weiße und farbige Blickwinkel bekannt sind, kann eine gemeinsame Sicht entstehen. Sie ergibt sich aus einer Vielfalt von Standpunkten, die Frauen, Männern und auch unterschiedlichen Rassen und Klassen gerecht werden können.


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